
FUSSGÖNHEIM. Sechs Jahre gab Petrus seinen Segen zum Neujahrsblasen des neunjährigen Vereins "Jagdhornbläser Schloss Fußgönheim e.V.", unter musikalischer Leitung von Hornmeister Dr. Ingo Dorn.
Am Neujahrstag jedoch konnten die rund 150 Besucher nur die Hälfte des stimmungsvollen Hörnerklangs im barocken Geviert des attraktiven Schlosshofes genießen. So erklang zum Abschied in der Schlosskirche vor dem hohen Altar und der alten Krippe unter anderem der "Glockenkanon", der "Leininger Fürstengruß" und der "Sächsische Zapfenstreich".
Jörg Heidemann, Vorsitzender des Vereins mit zehn passiven und neun aktiven Mitgliedern, begrüßte die Gäste, darunter die Bürgermeister und Beigeordneten der Verbands- und der Ortsgemeinde sowie Besucher aus der Nachbarschaft, die traditionell eine Wanderung in Richtung Hörnerklang verbinden. Viel Beifall gab es bereits zum Auftakt mit den neu erlernten Fanfaren-stücken "Dyckerhoff" und "Kleine Jagdmusik". Gefolgt von den Lieblingsmelodien der Jungbläser Aaron und Noah Merckel, 12 und 10 Jahre jung. Mit ihnen so Heidemann, wurde die Auftrittsformation ebenso verstärkt, wie durch Barbara Knaul aus Obrigheim und Jürgen Belz aus Ilvesheim.

Dazwischen erklangen Melodien aus dem Bereich der berittenen Jagd, ermöglicht durch die Mitgliedschaft in der Jagdhornbläser-Gilde Deutschland. Laut Vorsitzenden war die bedeutendste Veranstaltung für die Bläser 2006 in Kaiserslautern an der Stiftskirche und in der Stadtmitte im Rahmen der Fußballweltmeisterschaft.
Zu den 25 Auftritten des vergangenen Jahres gehörten darüber hinaus der Markt der Genüsse im Herrenhof in Neustadt-Mußbach, die Jubiläumsfeier 800 Jahre Hardenburg, der Waldgottesdienst im Deidesheimer Sensental und natürlich nicht zuletzt die Brauchtumskerwe Fußgönheim sowie der Weihnachtsmarkt in Ludwigshafen.
Artikel und Fotos von Karl Freidel, veröffentlicht im Stadtanzeiger am 03.01.2007.